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Im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose ist der entscheidende Schritt zum Erfolg eigentlich in greifbarer Nähe. Doch der hart erarbeitete Fortschritt bei der Bekämpfung dieser Krankheiten droht verloren zu gehen, weil sich die Geber von ihren Zusagen zur Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose verabschieden. Der Fonds muss nun dringend eine Notfall-Geber-Konferenz einberufen, damit die betroffenen Länder den Verlauf dieser tödlichen Krankheiten endlich umkehren können. Ein Beitrag von Unni Karunakara, internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen.
Im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose ist der entscheidende Schritt zum Erfolg eigentlich in greifbarer Nähe. Doch der hart erarbeitete Fortschritt bei der Bekämpfung dieser Krankheiten droht verloren zu gehen, weil sich die Geber von ihren Zusagen zur Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose verabschieden. Der Fonds muss nun dringend eine Notfall-Geber-Konferenz einberufen, damit die betroffenen Länder den Verlauf dieser tödlichen Krankheiten endlich umkehren können. Ein Beitrag von Unni Karunakara, internationaler Präsident von Ärzte ohne Grenzen.
Juba/Berlin, 3. Januar 2012. Im Bundesstaat Jonglei im Südsudan sind tausende Familien vor einem Gewaltausbruch zwischen ethnischen Gruppen in den Busch geflohen. Zwei Kliniken von ÄRZTE OHNE GRENZEN in der Region wurden geplündert und beschädigt. Die Organisation musste deshalb ihre lebensrettende medizinische Hilfe im Gebiet um die Stadt Pibor aussetzen.
Nach dem verheerenden Taifun hilft Ärzte ohne Grenzen in der am stärksten von Überschwemmungen betroffenen Region auf der Insel Mindanao. Ein Team leistet medizinische Hilfe für Menschen, deren Häuser zerstört wurden und die jetzt in Evakuierungszentren leben müssen. Pier-Luigi Testa, stellvertretender Leiter des Notfall-Programms, beschreibt die Situation vor Ort.
Auch zwei Jahre nach dem Erdbeben kommt der Wiederaufbau des Gesundheitssystems in Port-au-Prince und Umgebung nur schleppend voran. Eine Mehrheit der Haitianer hat nach wie vor kaum Zugang zu medizinischer Nothilfe.
Juba/Berlin, 11. Januar 2012. Zwölf Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen sind nach dem schweren Gewaltausbruch zwischen verschiedenen Volksgruppen in die Stadt Pibor im Bundesstaat Jonglei zurückgekehrt und leisten medizinische Nothilfe. Zwei Kliniken der Organisation in Pibor und dem Dorf Lekongole waren geplündert worden.
Durch das schwere Erdbeben auf Haiti am 12. Januar 2010 sind nach offiziellen Angaben 230.000 Menschen gestorben und 1,2 Millionen obdachlos geworden. Im Oktober 2010 brach die Cholera aus, an der bislang mehr als 500.000 Menschen erkrankt und 7.000 gestorben sind.Ärzte ohne Grenzen hat nach dem Erdbeben den größten Hilfseinsatz seit der Gründung gestartet. Die Hilfe in Zahlen:
Juba/Berlin, 13. Januar 2012. Nach einem neuen gewaltsamen Übergriff im Bezirk Uror im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei am Mittwoch dieser Woche behandelt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen 13 Schwerverletzte. Die Mitarbeiter haben die Patienten aus der Klinik der Organisation in Yuai in das Krankenhaus in Nasir im Bundesstaat Upper Nile ausgeflogen und operiert. Fünf Frauen und zwei Männer haben Schusswunden. Die anderen sechs Patienten sind Kinder unter fünf Jahren mit Verletzungen durch Schläge sowie Schusswunden.
Lead
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Als Mitarbeiter des Centre de Réflexion sur l'Action et les Savoirs Humanitaires (CRASH) hat Fabrice Weissman kürzlich das Buch "Humanitarian Negotiations Revealed - The MSF Experience" mit herausgegeben. Das Zentrum analysiert im Auftrag von Ärzte ohne Grenzen die Konsequenzen der Arbeit von Hilfsorganisationen. Thomas Seifert von der österreichischen Zeitung "Die Presse" hat mit ihm gesprochen.
Mogadischu/Berlin, 19. Januar 2012. Nach der Ermordung zweier Mitarbeiter Ende Dezember 2011 in Mogadischu sieht sich die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen gezwungen, alle Aktivitäten im Bezirk Hodan in der somalischen Hauptstadt zu beenden. Unter anderem werden zwei Einrichtungen mit je 120 Betten zur Behandlung von mangelernährten Kindern sowie von Masern- und Cholerapatienten geschlossen. Die Mitarbeiter Philippe Havet und Dr. Karel Keiluhu waren am 29. Dezember 2011 in Mogadischu erschossen worden.
Viele Hoffnungen auf ein Ende des jahrzehntelangen Bürgerkriegs im Sudan waren mit der Staatsgründung des Südsudans im vergangenen Jahr verbunden. Leider gibt es in dem nun unabhängigen Südsudan aber nach wie vor Konflikte, die verschiedenste Ursachen haben. So kam es im Bundesstaat Jonglei mehrfach zu schweren Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen, bei denen im Januar 2012 nicht nur Tausende Familien und auch südsudanesische Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen fliehen mussten, sondern auch zwei Kliniken unserer Organisation geplündert und beschädigt wurden. Die dänische Ärztin Lea Juul Nielsen erzählt von der immer wieder gefährdeten Arbeit an einem Ort, an dem Menschen wie der elfjährige Kuthura Hilfe brauchen.
Juba/Berlin, 24. Januar 2012. Im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei leiden Zivilisten weiterhin unter Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen. Auch drei Wochen nach dem gewaltsamen Angriff auf die Stadt Pibor und die umliegenden Dörfer kommen Verwundete im Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Pibor an. Tausende verstecken sich noch immer aus Angst im Busch. Die medizinischen Teams der Organisation behandeln schwere Wundinfektionen, von denen einige bereits mehrere Wochen alt sind.
Tripolis/Berlin, 26. Januar 2012. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen beendet die Arbeit in den Internierungszentren der libyschen Stadt Misrata. Mitarbeiter haben festgestellt, dass Gefangene gefoltert werden und ihnen medizinische Hilfe vorenthalten wird.
145.000 Flüchtlinge aus Somalia leben in Lagern im Süden Äthiopiens. Etwa 110.000 von ihnen haben seit dem vergangenen Jahr ihr von Jahrzehnten des Konflikts gebeuteltes Land verlassen. Die Dürre hatte die ohnehin verheerenden Lebensbedingungen der Somalier im vergangenen Jahr weiter verschärft. Ärzte ohne Grenzen leistet in der Stadt Dolo Ado und in drei der fünf dortigen Camps medizinische und psychosoziale Hilfe. Zaynab Ahmed Abdi, deren kleiner Sohn im Ernährungszentrum im Camp Hiloweyn von Ärzte ohne Grenzen versorgt wird, berichtet von den Gründen ihrer Flucht und ihrer Situation.